Laatste update: 21 juli 2026

macOS 15.4 macht Ihren Mail-Posteingang komplexer als je zuvor – das müssen Sie wissen

macOS 15.4: Intelligentere Mail, aber funktioniert es auch wirklich?

Ihr Mac erhält wieder ein Update. macOS 15.4 verspricht, Ihr digitales Leben mit intelligenterer Mail und besseren Fotos zu erleichtern. Die AI von Apple wird Ihren Posteingang automatisch in vier Kategorien sortieren. Das klingt praktisch.

Aber hier liegt das Problem: Was ist, wenn dieser intelligente Posteingang Ihre Arbeit eher erschwert? Wichtige E-Mails, die in der falschen Kategorie verschwinden. Vier verschiedene Orte, die man prüfen muss, statt nur einem. Die AI, die zu wissen glaubt, was Sie für wichtig halten.

Das Ironische ist, dass diese „Verbesserungen“ vor allem auf neueren Geräten wie einem refurbished MacBook Pro oder MacBook Air gut funktionieren, während ältere Macs mit der zusätzlichen Belastung zu kämpfen haben. Zeit herauszufinden, ob dieses Update Ihre Produktivität steigert oder eher senkt.

Nützliche Links

Die vier neuen Mail-Kategorien erklärt

Die einschneidendste Änderung in macOS 15.4 verbirgt sich in Ihrer Mail-App. Die künstliche Intelligenz von Apple verteilt fortan alle Ihre eingehenden Nachrichten automatisch auf vier verschiedene Kategorien. Das System sortiert Ihre E-Mails in Primär (für wichtige Nachrichten), Transaktionen (Bestellungen und Bankangelegenheiten), Updates (Newsletter und Benachrichtigungen) und Promotionen (Angebote und Werbung).

Diese Einteilung funktioniert auf dem Papier prima, aber die Praxis erweist sich als widerspenstiger. Der Algorithmus trifft regelmäßig falsche Einschätzungen. Eine wichtige geschäftliche Nachricht landet bei den Promotionen. Eine Rechnung verschwindet im Updates-Ordner. Sie müssen nun vier verschiedene Stellen kontrollieren, um sicherzugehen, dass Sie nichts verpassen. Das ist genau das Gegenteil von dem, was die Funktion bezweckt.

Glücklicherweise können Sie die AI trainieren, indem Sie Nachrichten manuell in die richtige Kategorie ziehen. Zukünftige E-Mails desselben Absenders landen dann automatisch am richtigen Ort. Sie können die gesamte Kategorisierung auch über das Darstellungsmenü ausschalten, wenn Sie lieber bei einem übersichtlichen Posteingang bleiben möchten.

Erinnerungsvideos mit AI erstellen

Die Fotos-App erhält eine interessante neue Funktion: automatisch generierte Erinnerungsvideos. Dieses Apple Intelligence-Feature erstellt kurze Kompilationen Ihrer Fotos und Videos zu spezifischen Ereignissen. Denken Sie an Geburtstage, Urlaube oder andere besondere Momente aus Ihrer Fotomediathek.

Das Besondere ist, dass Sie diese Videos mit Textbefehlen steuern können. Je spezifischer Ihre Anweisungen sind, desto besser ist das Ergebnis. Sie können Personen nennen, die die App bereits erkennt, einen bestimmten Zeitraum angeben oder sogar einen Musikstil vorschlagen. Das System taucht dann in Ihre Mediathek ein und bringt oft vergessene Schätze zum Vorschein.

Die generierten Videos sind anpassbar. Sie können die Musik ändern, Filter hinzufügen oder die Reihenfolge der Bilder anpassen. Überflüssige Fotos entfernen Sie mit einem Fingertipp, während Sie fehlende Favoriten nachträglich hinzufügen. Das Endergebnis exportieren Sie anschließend, um es mit Familie und Freunden zu teilen.

Leistung auf verschiedenen Mac-Modellen

Diese AI-Funktionen erfordern eine beachtliche Rechenleistung von Ihrem Gerät. Neuere Modelle wie die letzte Generation MacBook Pro mit M3-Chip führen alles flüssig aus. Ältere Macs mit Intel-Prozessoren oder die ersten M1-Chips können jedoch bei intensiver Nutzung der neuen Features ins Stocken geraten.

Den Unterschied bemerken Sie vor allem beim Generieren von Erinnerungsvideos. Auf einem modernen MacBook Air dauert dies einige Sekunden, während ein Mac aus 2019 dafür Minuten benötigt. Die Mail-Kategorisierung funktioniert auf allen unterstützten Geräten recht flott, obwohl das initiale Scannen Ihres Posteingangs auf älterer Hardware spürbar länger dauert.

Für professionelle Anwender, die viel mit Fotos und Video arbeiten, kann sich ein Upgrade auf einen neueren refurbished Mac lohnen. Der Zeitgewinn bei der Verarbeitung großer Fotomediatheken ist beträchtlich.

Kleinere, aber nützliche Verbesserungen

Neben den großen Updates enthält macOS 15.4 diverse kleinere Anpassungen, die den täglichen Gebrauch angenehmer machen. Die Passwörter-App zeigt nun einen Timer neben den Zwei-Faktor-Authentifizierungscodes an, damit Sie genau sehen, wann diese ablaufen. Dies verhindert frustrierende Situationen, in denen Ihr Code genau während des Tippens abläuft.

Es wurden sieben neue Emoji zur Tastatur hinzugefügt. Außerdem ist ein frisches Wallpaper verfügbar, inspiriert vom sky blue MacBook Air. Diese kleinen Ergänzungen machen Ihren Mac ein Stück persönlicher.

Die Quick Start-Funktion, bekannt von iPhone und iPad, funktioniert nun auch auf dem Mac. Bei der Einrichtung eines neuen Computers übertragen Sie damit automatisch alle Ihre Einstellungen und Ihren iCloud-Account. Dies spart Stunden an Konfigurationsarbeit beim Gerätewechsel.

Sprachunterstützung erweitert

Apple Intelligence spricht nun acht neue Sprachen. Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Spanisch, Japanisch, Deutsch, Koreanisch und Chinesisch wurden dem Repertoire hinzugefügt. Dies macht die intelligenten Funktionen für Millionen zusätzliche Nutzer weltweit zugänglich.

Für deutsche Nutzer bedeutet dies, dass Sie in mehreren Sprachen mit den AI-Funktionen arbeiten können. Schreiben Sie regelmäßig französische oder englische E-Mails? Dann sortiert die Mail-App diese nun genauso präzise wie deutschsprachige Nachrichten.

Die Image Playground-App hat einen neuen Sketch-Stil erhalten. Dieser lässt sich besonders gut mit der Notizen-App kombinieren, in der Sie während Besprechungen oder Brainstorming-Sessions schnelle Skizzen erstellen können.

Praktische Tipps für den Umstieg

Bevor Sie auf macOS 15.4 aktualisieren, sollten Sie ein Backup Ihres aktuellen Systems erstellen. Die neue Mail-Kategorisierung lässt sich nämlich nicht einfach rückgängig machen, ohne Ihr gesamtes Mail-Archiv zurückzusetzen.

Beginnen Sie damit, eine neue Funktion nach der anderen auszuprobieren. Starten Sie zum Beispiel mit den Erinnerungsvideos in der Fotos-App, bevor Sie die Mail-Kategorisierung aktivieren. So werden Sie nicht von allen Änderungen gleichzeitig überwältigt.

Behalten Sie in den ersten Wochen Ihren alten Mail-Workflow bei, während Sie die neuen Kategorien testen. Prüfen Sie regelmäßig alle vier Ordner, um zu sehen, wo wichtige Nachrichten landen. Erst wenn Sie Vertrauen in die Sortierung haben, sollten Sie vollständig auf das neue System umsteigen.

Datenschutz-Erwägungen

All diese AI-Funktionen werfen Fragen zum Datenschutz auf. Apple betont, dass die Verarbeitung lokal auf Ihrem Mac erfolgt, nicht in der Cloud. Ihre Fotos und E-Mails bleiben also privat. Das Unternehmen kann nicht einsehen, welche Erinnerungsvideos Sie erstellen oder wie Ihr Posteingang aussieht.

Dennoch ist eine gewisse Vorsicht geboten. Die AI muss Ihre gesamte Fotomediathek und Ihr Mail-Archiv scannen, um ordnungsgemäß zu funktionieren. Das bedeutet, dass das System Zugriff auf all Ihre persönlichen Daten hat. Für Nutzer, die besonderen Wert auf Datenschutz legen, gibt es Optionen, spezifische Funktionen zu deaktivieren.

Sie können beispielsweise nur die Erinnerungsvideos nutzen, ohne die Mail-Kategorisierung einzuschalten. Oder Sie beschränken den Zugriff der Fotos-App auf bestimmte Alben. Diese Flexibilität stellt sicher, dass Sie selbst bestimmen, wie viel AI-Hilfe Sie wünschen.

Fazit: Selbst bestimmen, was funktioniert

macOS 15.4 ist ein typisches Apple-Update: technisch beeindruckend, aber nicht unbedingt praktischer. Die Mail-Kategorisierung funktioniert am besten, wenn Sie Zeit investieren, um die AI zu trainieren. Die Erinnerungsvideos sind schön für diejenigen, die ein digitales Fotoalbum schätzen.

Für den professionellen Einsatz lohnt sich ein refurbished MacBook Pro mit ausreichender Rechenleistung. Die gute Nachricht: Sie bestimmen selbst, welche Funktionen Sie nutzen. Schalten Sie aus, was nicht funktioniert, und behalten Sie, was hilft. So machen Sie aus diesem Update doch noch eine Verbesserung für Ihren Workflow.

Refurbished MacBook

Alle ansehen