Laatste update: 21 juli 2026

MacBook Retina Display: Welche Modelle haben Non-Retina und Retina Display?

MacBook Displaytyp: Warum der Unterschied größer ist, als Sie denken

Ein MacBook kaufen, ohne zu wissen, welcher Displaytyp verbaut ist? Das passiert häufiger, als Sie denken. Retina oder non-retina – die Verwirrung ist perfekt, wenn Sie durch die Jahrgänge der MacBook-Modelle blättern. Vor allem, weil Apple selbst nicht immer ganz klar über diesen Übergang kommuniziert hat. Aber hier kommt die Überraschung: Der Unterschied zwischen beiden Displaytypen ist nicht nur im Preis Ihres Zubehörs sichtbar, sondern bestimmt auch, welche externen Geräte Sie anschließen können. Tatsächlich leisten einige ältere non-retina Modelle bei bestimmten Aufgaben mehr als ihre Nachfolger mit Retina-Display – denken Sie an den Austausch von Teilen oder die Kompatibilität mit AirPods der ersten Generation. In dieser Übersicht räumen wir mit dem Mythos auf, dass neuer immer besser ist, und zeigen Ihnen, warum der Displaytyp Ihres MacBook mehr Einfluss hat, als Sie wahrscheinlich vermuten.

Nützliche Links

Der Unterschied zwischen Retina und non-retina Displays

Der Übergang von non-retina zu Retina-Displays markierte einen Wendepunkt in der Geschichte der Apple-Laptops. Während die traditionellen Displays eine Pixeldichte von etwa 110 Pixeln pro Zoll hatten, verdoppelte Apple dies bei Retina-Displays auf mindestens 220 Pixel. Dieser Unterschied macht sich vor allem beim Lesen von Texten und beim Betrachten von Fotos bemerkbar – Buchstaben sind schärfer, Farben lebendiger und Details feiner.

Aber die Unterschiede gehen über die reine Bildqualität hinaus. Non-retina MacBooks haben oft ein modulares Design, bei dem das Display relativ einfach auszutauschen ist. Bei Retina-Modellen ist das Display in den Deckel integriert, was Reparaturen kostspieliger macht. Dies erklärt, warum ein gebrochenes Display bei einem 2011 MacBook Pro günstiger zu reparieren ist als bei einer 2015 Retina-Variante.

Übersicht non-retina MacBook Modelle

Die non-retina Periode erstreckte sich von 2006 bis 2012. Diese Geräte hatten einige Vorteile, die wir heute vermissen:

13-Zoll MacBook Pro (2008-2012)

Die 13-Zoll-Modelle aus dieser Zeit zeichnen sich durch ihre Upgrade-Möglichkeiten aus. Den Arbeitsspeicher konnten Sie selbst auf bis zu 16GB erweitern, und die Festplatte war einfach durch eine SSD zu ersetzen. Das 2012er Modell, oft als „Mid-2012“ bezeichnet, bleibt aufgrund dieser Flexibilität bei Heimwerkern beliebt.

15-Zoll MacBook Pro (2006-2012)

Die größeren 15-Zoll-Varianten boten mehr Anschlüsse als ihre Nachfolger. Mit FireWire, Ethernet-Port und einem DVD-Brenner waren diese Maschinen vielseitiger für Profis, die mit älteren Geräten arbeiteten. Das letzte non-retina Modell aus dem Jahr 2012 hatte sogar noch einen ExpressCard-Slot für Erweiterungskarten.

17-Zoll MacBook Pro (2006-2011)

Die mittlerweile ausgestorbene 17-Zoll-Linie war das Arbeitstier für Videocutter und Grafikdesigner. Mit einer Auflösung von 1920x1200 Pixeln bot dieses Display damals den meisten Arbeitsplatz. Apple stellte diese Linie ein, da die Retina-Technologie den Bedarf an physisch größeren Displays verringerte.

Die Retina-Revolution ab 2012

Das erste Retina MacBook Pro erschien Mitte 2012 als 15-Zoll-Modell. Dieser Laptop war dünner, leichter, aber auch teurer als sein Vorgänger. Die feste Konfiguration bedeutete, dass Sie beim Kauf entscheiden mussten, wie viel Speicherplatz und Arbeitsspeicher Sie wollten – ein späteres Upgrade war keine Option mehr.

12-Zoll MacBook (2015-2017)

Dieses ultraportable Modell führte einige kontroverse Entscheidungen ein. Mit nur einem USB-C-Port mussten Nutzer selbst für einfachste Aufgaben Adapter erwerben. Das Butterfly-Keyboard, das später für seine Störanfälligkeit berüchtigt wurde, debütierte hier. Trotz dieser Nachteile war das Retina-Display mit 2304x1440 Pixeln für ein so kompaktes Gerät beeindruckend scharf.

13-Zoll MacBook Pro Retina-Ära

Die Entwicklung des 13-Zoll Pro zeigt drei wichtige Phasen:

  • 2012-2015: Erste Generation mit zwei Thunderbolt 2-Ports und HDMI
  • 2016-2020: Touch Bar-Modelle mit ausschließlich USB-C/Thunderbolt 3
  • 2020 M1: Apple Silicon mit verbesserter Akkulaufzeit, aber eingeschränkter Unterstützung für externe Displays

Von 15-Zoll zu 16-Zoll

Der Übergang von 15-Zoll zu 16-Zoll im Jahr 2019 bedeutete mehr als nur ein größeres Display. Apple hörte auf die Kritik und brachte das Scissor-Keyboard zurück, fügte eine physische Escape-Taste hinzu und verbesserte die Kühlung. Das Display wuchs, ohne dass der Laptop selbst viel größer wurde.

Praktische Überlegungen bei Ihrer Wahl

Kompatibilität mit Zubehör

Non-retina Modelle funktionieren problemlos mit älterem Zubehör wie DisplayPort-Monitoren und FireWire-Geräten. Retina-Modelle erfordern oft Dongles oder Hubs, insbesondere die Versionen ab 2016 mit ausschließlich USB-C. Einen externen Monitor an ein M1 MacBook anschließen? Dann sind Sie auf ein zusätzliches Display beschränkt, während Intel-Modelle zwei bewältigen können.

Reparatur und Wartung

Die Wartungskosten unterscheiden sich erheblich. Bei non-retina Modellen können Sie oft selbst einen defekten Lüfter oder Akku austauschen. Retina-Modelle erfordern Fachwissen und Spezialwerkzeug. Eine Displayreparatur kann bei neueren Modellen bis zur Hälfte des Kaufpreises eines refurbished Exemplars betragen.

Leistung für spezifische Aufgaben

Überraschenderweise leisten einige ältere non-retina Modelle bei bestimmten Aufgaben mehr. Ein 2012er non-retina MacBook Pro mit aufgerüstetem Arbeitsspeicher und SSD kann schneller booten als ein 2015er Retina-Modell mit vergleichbaren Spezifikationen. Dies liegt an der SATA-Schnittstelle, die weniger Overhead für Basisaufgaben hat.

Welcher Displaytyp passt zu Ihnen?

Die Wahl zwischen Retina und non-retina hängt von Ihren Prioritäten ab. Für Textverarbeitung und Surfen ist ein non-retina Display ausreichend, besonders wenn Ihr Budget begrenzt ist. Arbeiten Sie mit Fotos, Video oder Design? Dann ist die Investition in Retina die Mühe wert.

Studenten, die hauptsächlich tippen und recherchieren, kommen mit einem älteren non-retina Modell bestens zurecht. Die robuste Bauweise und Reparierbarkeit machen diese Laptops ideal für alle, die nicht das Neueste vom Neuen benötigen. Profis in kreativen Sektoren profitieren hingegen von der überlegenen Farbwiedergabe und Schärfe der Retina-Displays.

Es ist auch wichtig, auf die Lebensdauer zu achten. Non-retina Modelle erhalten keine macOS-Updates mehr, was Sicherheitsrisiken mit sich bringt. Retina-Modelle ab 2015 führen noch immer aktuelle Versionen von macOS aus, auch wenn sich für sie das Ende des Supports nähert.

Schließlich spielt der Bedienkomfort eine Rolle. Die höhere Auflösung von Retina-Displays verringert die Augenermüdung bei längerer Nutzung. Für Menschen, die täglich Stunden vor ihrem Laptop sitzen, kann dieser Unterschied entscheidend für ihren Komfort und ihre Produktivität sein.

Die richtige Wahl für Ihre Situation

Die Wahl zwischen einem Retina oder non-retina MacBook dreht sich letztendlich um mehr als nur Bildqualität. Während non-retina Modelle durch Reparierbarkeit und Upgrade-Möglichkeiten glänzen, bieten Retina MacBooks überlegene Schärfe und moderne Funktionen. Für Basisaufgaben reicht ein älteres Modell völlig aus, aber wer täglich mit Bildern arbeitet, profitiert von der Investition in Retina. Überlegen Sie vor allem, was Sie wirklich brauchen: die neueste Technologie oder gerade die Flexibilität älterer Modelle. Beide Optionen haben ihre Berechtigung, solange sie zu Ihrer Arbeitsweise und Ihrem Budget passen.

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