Der Prozessor bestimmt die Geschwindigkeit Ihres iPad
Ihr neues iPad ist rasend schnell. Oder eben nicht. Der Unterschied liegt in einer Komponente: dem Prozessor. Bei refurbished iPads sehen Sie den Unterschied oft nicht direkt im Preis, obwohl die Chipgeneration entscheidend für die Lebensdauer Ihres Geräts ist. Ein A10 oder ein M1? Für die meisten Nutzer klingt das wie Abrakadabra.
Aber hier kommt der Punkt: Der neueste Chip ist längst nicht immer die klügste Wahl. Ein drei Jahre altes iPad Air mit A12 Bionic läuft oft flüssiger als ein brandneues Budget-iPad mit demselben Prozessor. Der Trick liegt nicht in der Jahreszahl auf dem Karton, sondern in der Buchstaben-Zahlen-Kombination, die Apple verschweigt. Welcher Chip wirklich in Ihrem Modell steckt und warum dieser Unterschied Jahre an Nutzbarkeit ausmacht? Das enthüllen wir hier.
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Die Evolution der iPad-Prozessoren im Laufe der Jahre
Der Prozessor in Ihrem Tablet bestimmt mehr, als Sie denken. Von der Geschwindigkeit, mit der Apps öffnen, bis hin zu der Frage, wie lange Ihr Gerät Software-Updates erhält – alles hängt von diesem kleinen Chip ab. Bei refurbished Modellen ist der Unterschied zwischen den Generationen oft kaum im Preis sichtbar, während ein neuerer Prozessor Jahre an zusätzlichem Nutzungsvergnügen bedeuten kann.
Von A4 bis M1: Was bedeuten diese Codes?
Apple verwendet ein logisches System für seine Prozessoren, auch wenn es auf den ersten Blick kompliziert erscheint. Die Chips der A-Serie wurden speziell für mobile Geräte entwickelt. Die Zahl gibt die Generation an – je höher, desto neuer. Buchstaben hinter der Zahl (wie X oder Z) deuten auf besonders leistungsstarke Varianten hin.
Das allererste iPad aus dem Jahr 2010 lief mit einem A4-Chip mit 1 GHz. Damals revolutionär, heute hoffnungslos veraltet. Dieser Prozessor unterstützt nur iOS 5.1.1 – heutige Apps laufen darauf schlichtweg nicht mehr.
Die Arbeitstiere: A10 bis A12
Der A10 Fusion markierte einen Wendepunkt. Dieser Quad-Core-Prozessor erschien 2018 im iPad der sechsten Generation und blieb bis 2019 in Produktion. Tablets mit diesem Chip laufen für den täglichen Gebrauch immer noch flüssig: Surfen, Netflix schauen, E-Mails versenden. Für schwere grafische Aufgaben oder professionelles Zeichnen reicht das Modell jedoch nicht aus.
Der A12 Bionic brachte Machine Learning auf das iPad. Dieser Hexa-Core-Prozessor aus dem Jahr 2019 steckt in verschiedenen Modellen: dem iPad Air (3. Generation), iPad mini (5. Generation) und dem regulären iPad (8. Generation) aus dem Jahr 2020. Der Unterschied zum A10? Etwa 40 % schneller bei allgemeinen Aufgaben und bis zu doppelt so schnell bei grafischen Bearbeitungen. Apps öffnen spürbar flotter und Multitasking verläuft reibungsloser.
Die Kraftpakete: A12Z und weiter
Die iPad Pro-Linie erhielt immer die stärksten Prozessoren. Der A12Z Bionic mit acht Kernen erschien 2020 in den Pro-Modellen der vierten Generation. Dieser Chip erreicht Desktop-Niveau-Leistung – Videobearbeitung in 4K, 3D-Modellierung, alles ist möglich.
Der A14 Bionic im iPad Air (4. Generation) aus dem Jahr 2020 führte die 5-Nanometer-Architektur ein. Kleiner bedeutet hier effizienter: bessere Leistung bei geringerem Energieverbrauch. In der Praxis bemerken Sie das an einer längeren Akkulaufzeit und weniger Wärmeentwicklung bei intensiver Nutzung.
Der Game-Changer: Apple M1
Im Jahr 2021 verbaute Apple seinen M1-Chip – denselben wie in MacBooks – im iPad Pro. Dies bedeutete einen enormen Sprung nach vorne. Der Octa-Core-Prozessor mit integrierter Grafik bietet eine Leistung, die viele Laptops nicht erreichen. Für professionelle Kreative eröffnet dies neue Möglichkeiten: komplette Musikproduktionen, professionelle Fotobearbeitung, sogar App-Entwicklung.
Welchen Prozessor benötigen Sie?
Für die meisten Nutzer reicht ein A12 Bionic vollkommen aus. Dieser Chip unterstützt alle aktuellen Apps und wird dies noch jahrelang tun. Entscheiden Sie sich für ein älteres Modell mit A10? Dann sparen Sie Geld, müssen aber mit maximal zwei Jahren Software-Unterstützung rechnen.
Studenten, die Notizen machen und PDFs lesen, kommen mit einem A10 oder A12 aus. Grafikdesigner und Videobearbeiter sollten mindestens nach einem A12Z schauen, besser noch nach dem M1. Gamer fahren am besten mit einem A14 oder neuer für die besten Frameraten.
Zukunftssicherheit und Software-Updates
Eine Faustregel: Apple unterstützt iPads etwa fünf bis sechs Jahre lang mit Software-Updates. Ein Modell aus dem Jahr 2019 mit A12 Bionic erhält also voraussichtlich Updates bis 2024-2025. Modelle mit A10 aus dem Jahr 2018 nähern sich dem Ende ihrer Unterstützung.
Hinweis: Keine Software-Updates bedeuten nicht, dass Ihr Tablet aufhört zu funktionieren. Apps funktionieren noch jahrelang weiter, aber neue Funktionen und Sicherheitsupdates fehlen Ihnen dann. Für die geschäftliche Nutzung oder wenn Sie sensible Informationen speichern, ist dies ein wichtiger Aspekt.
Praktische Unterschiede im täglichen Gebrauch
Den Sprung von A10 zu A12 bemerken Sie vor allem beim Öffnen schwerer Apps wie Photoshop oder GarageBand – von drei Sekunden auf eine Sekunde Ladezeit. Split-Screen-Multitasking arbeitet auch spürbar flüssiger. Beim Umstieg auf M1 verschwindet jede Form von Verzögerung, selbst bei der Bearbeitung von 4K-Video.
Die Akkulaufzeit unterscheidet sich weniger zwischen den Generationen, als Sie vielleicht erwarten würden. Neuere Chips sind effizienter, erhalten aber auch anspruchsvollere Aufgaben. Ein iPad mit A10 hält bei normaler Nutzung etwa zehn Stunden durch, genau wie ein Modell mit M1.
Fazit: Schlau wählen
Der neueste Prozessor ist nicht immer notwendig. Für Netflix, Browsen und Lesen ist ein drei Jahre alter Chip prima. Möchten Sie Ihr Tablet fünf Jahre lang nutzen? Wählen Sie dann mindestens einen A12 Bionic. Für professionelle Arbeit zahlt sich die Investition in ein M1-Modell durch Zeitersparnis und Möglichkeiten aus.
Bei refurbished Modellen finden Sie oft hervorragende Angebote für Tablets mit A12- oder A14-Prozessoren – der Sweet Spot zwischen Preis und Leistung. Prüfen Sie immer, welcher Chip verbaut ist, bevor Sie kaufen. Das Modelljahr sagt nämlich nicht alles aus: Ein 2020er iPad mit A12 ist technisch identisch mit einem 2019er Modell mit demselben Prozessor.
Die richtige Prozessorwahl für jahrelanges Nutzungsvergnügen
Der Prozessor in Ihrem iPad bestimmt also viel mehr als nur die Geschwindigkeit – es geht um jahrelanges Nutzungsvergnügen und Software-Unterstützung. Für den täglichen Gebrauch wie Browsen, Streamen und Notizen machen ist ein refurbished iPad mit A12 Bionic die klügste Wahl. Sie erhalten moderne Leistung für einen Bruchteil des Neupreises. Benötigen Sie mehr Power für kreative Arbeit? Dann zahlt sich ein Modell mit A14 oder M1 von selbst aus.
Merken Sie sich vor allem: Das Produktionsjahr auf dem Karton sagt wenig aus. Prüfen Sie den Chip, vergleichen Sie die Leistung und wählen Sie das Modell, das zu Ihrer Nutzung passt. So holen Sie das Maximale aus Ihrer Investition heraus.