Laatste update: 21 juli 2026

iMac Geschichte: Vom farbenfrohen G3 im Jahr 1998 bis zum modernen M1-Chip

Die iMac Revolution: Vom Spielzeug zur Ikone

Der iMac aus dem Jahr 1998 war ein Statement. Knallblauer Kunststoff. Durchsichtiges Gehäuse. Ein Computer, der wie ein Spielzeug aussah. Apple verkaufte Millionen davon, während Kritiker ihn als Fehlgriff bezeichneten. Doch das ist nicht die ganze Geschichte. Denn was als farbenfrohes Wagnis begann, wurde zur Blaupause für jeden All-in-One-Computer, der danach kam.

Vom schwebenden G4 auf seinem Lampenfuß bis zum papierdünnen M1 von heute – jede Generation brach mit dem, was für Desktops „normal“ war. Diese 25-jährige Evolution erzählt mehr als nur eine Technikgeschichte. Sie zeigt, wie Apple die Regeln immer wieder neu schrieb. Wie sie von einer Fast-Insolvenz zur Weltherrschaft gelangten. Und warum Sie heute immer noch Zubehör kaufen für einen Computer, der einst als Spielzeug abgetan wurde. Sogar Ihre AirPods tragen die DNA dieses ersten mutigen iMac.

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Der revolutionäre Start: iMac G3 (1998-2003)

Der erste iMac erschien 1998 als Antwort auf die beigen Kästen, die damals den Markt dominierten. Diese Maschine mit ihrem durchscheinenden Gehäuse und den leuchtenden Farben - von Bondi Blue bis Tangerine - machte Computer plötzlich zugänglich und sogar unterhaltsam. Das 15-Zoll-CRT-Display war in die charakteristische Eiform integriert. Apple verkaufte in den ersten drei Jahren fünf Millionen Exemplare.

Was diesen Computer besonders machte, war nicht nur das Aussehen. Der G3 strich veraltete Anschlüsse wie den seriellen Port und führte USB als neuen Standard ein. Kein Diskettenlaufwerk mehr - eine gewagte Entscheidung zu dieser Zeit. Das System lief auf einem PowerPC G3-Prozessor und war standardmäßig mit Ethernet für die Internetverbindung ausgestattet.

Das schwebende Display: iMac G4 (2002-2004)

Die zweite Generation brach vollständig mit dem vorherigen Design. Eine halbrunde Basis enthielt alle Komponenten, während das flache LCD-Display an einem beweglichen Arm „schwebte“. Benutzer konnten das Display mühelos neigen und drehen. Diese Version gab es in drei Größen: 15, 17 und 20 Zoll.

Technisch gesehen stieg Apple auf den leistungsstärkeren PowerPC G4-Prozessor um. Die Maschine erhielt zudem einen CD/DVD-Brenner und bessere Grafikfunktionen. Das futuristische Design gewann Designpreise, erwies sich jedoch als kostspielig in der Produktion.

Zurück zu den Basics: iMac G5 (2004-2006)

Mit der dritten Generation entschied sich Apple für einen minimalistischeren Ansatz. Die gesamte Hardware war nun hinter dem flachen Display verbaut - das Konzept, das bis heute der Standard bleibt. Das weiße Kunststoffgehäuse war nur 5 Zentimeter dick. Erhältlich in 17 und 20 Zoll, führte dieses Modell auch die iSight-Kamera für Videotelefonie ein.

Der PowerPC G5-Chip lieferte deutlich mehr Rechenleistung. Gleichzeitig wurde das System durch eine verbesserte Kühlung leiser. Diese Zeit markierte auch den Übergang zu Breitbild-Displays.

Die Intel-Ära beginnt (2006-2007)

Der Umstieg auf Intel-Prozessoren im Jahr 2006 bedeutete einen Wendepunkt. Macs konnten nun über Boot Camp auch Windows ausführen. Das Design blieb weitgehend identisch mit dem G5, aber die Leistung verdoppelte sich. Erstmals erschien neben den bestehenden 17- und 20-Zoll-Modellen auch eine 24-Zoll-Variante.

Aluminium-Eleganz (2009-2011)

Die neue Generation von 2009 führte das Aluminium-Unibody-Design ein, das jahrelang ikonisch bleiben sollte. LED-Hintergrundbeleuchtung machte die Displays heller und energieeffizienter. Die Abmessungen änderten sich auf 21,5 und 27 Zoll - Größen, die lange Zeit Standard bleiben sollten.

In dieser Zeit wurden auch Quad-Core-Prozessoren und bessere Grafikkarten eingeführt. Die Magic Mouse und die kabellose Tastatur gehörten zum Standardlieferumfang.

Verfeinerung und Retina (2012-2019)

Die folgenden Jahre brachten schrittweise Verbesserungen. 2014 kam der 27-Zoll iMac mit 5K Retina-Display - ein Display mit einer so hohen Auflösung, dass einzelne Pixel unsichtbar wurden. Die kleinere 21,5-Zoll-Version erhielt später ebenfalls ein 4K-Display.

Fusion Drive kombinierte eine SSD mit einer traditionellen Festplatte für Geschwindigkeit und Speicherplatz. Thunderbolt-Anschlüsse ermöglichten eine blitzschnelle Datenübertragung. Das Design blieb nahezu unverändert, aber die Leistung wuchs stetig.

Letzte Intel-Generation (2020)

Die 2020er-Modelle erhielten Intel-Prozessoren der 10. Generation und verbesserte AMD-Grafikkarten. Die 27-Zoll-Version konnte mit bis zu 128 GB RAM und 8 TB Speicherplatz ausgestattet werden. Die Webcam wurde endlich auf 1080p aufgerüstet - eine willkommene Verbesserung für das Homeoffice während der Pandemie.

Apple fügte zudem den T2-Sicherheitschip für bessere Verschlüsselung und Hey Siri-Unterstützung hinzu. Dies erwies sich im Nachhinein als der Schwanengesang von Intel in der iMac-Linie.

Silicon Revolution: M1 iMac (2021)

Die neueste Generation mit Apples eigenem M1-Chip bedeutete einen kompletten Neustart. Das 24-Zoll-Modell ist nur 11,5 Millimeter dünn - dünner als viele Monitore. Erhältlich in sieben fröhlichen Farben, kehrt der spielerische Charakter des ursprünglichen G3 zurück.

Der M1-Chip kombiniert Prozessor, Grafikkarte und Arbeitsspeicher in einer Komponente. Dies liefert nicht nur eine bessere Leistung, sondern auch einen leisen Betrieb - die kleineren Modelle haben sogar keinen Lüfter. Das 4,5K Retina-Display bietet eine Milliarde Farben. Touch ID in der Tastatur ermöglicht sicheres Einloggen und Bezahlen.

Diese moderne Interpretation beweist, dass die All-in-One-Formel nach 25 Jahren immer noch relevant ist. Vom farbenfrohen Statement zum geschäftlichen Arbeitstier und wieder zurück - jede Generation spiegelte den Zeitgeist wider, während die Kernidee intakt blieb.

25 Jahre später: Eine zeitlose Formel

Nach 25 Jahren bleibt die iMac-Formel überraschend aktuell. Vom farbenfrohen Kunststoff-G3, der Apple aus der Krise half, bis zum hauchdünnen M1, der zu dieser spielerischen Farbpalette zurückkehrt - jede Generation definierte neu, was ein Desktop sein konnte. Das All-in-One-Konzept, das damals revolutionär war, ist heute die Norm.

Ob Sie ein refurbished Modell suchen oder die neueste Version wünschen, der iMac bleibt der Beweis dafür, dass gute Ideen zeitlos sind. Selbst wenn sie als knallblaue Kunststoff-Computer beginnen, die niemand ernst nahm.

Refurbished iMac